Nun eine Geschichte, die ich einfacher entscheiden kann ;-))))
Wahr oder Unwahr?
Der schnelle Untergang…
Wir befinden uns im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts. Eine Galeone kostete das Leben vieler Seeleute, weil der König den Bauplan abänderte. Diese Galeone sollte ursprünglich die Blockade der Weichselmündung bei Danzig unterstützen. Für den Bau des Schiffes wurden 1.000 Eichenbäume benötigt. Die Zimmerleute streiften durch die Wälder mit Schablonen für die einzelnen Bauteile, und suchten nach den passenden Eichen. Für die Galeone gab es allerdings keine Planzeichnungen,- sie wurde nur anhand überlieferter Werte, Proportionen und dem „Erfahrungsschatz“ der Schiffsbauer erbaut.
Der König war nun mit der geplanten Bewaffnung nicht einverstanden. Er wollte der gegnerischen Flotte mit einer entsprechenden Antwort entgegenkommen. Er befahl, auf dem oberen Batteriedeck
Kanonen in derselben Anzahl sowie desselben Kalibers zu installieren, wie sie auch auf dem unteren Batteriedeck vorhanden waren. Der Knackpunkt : Die Statik der Galeone, die durch Ballaststeine im Rumpf kontrolliert wurde, geriet außer Kontrolle. Ein größerer Tiefgang war die Folge, auch die Öffnungen des unteren Kanonendecks lagen selbst bei geringer Krängung gefährlich nah an der Wasserlinie.
64 Kanonen, knapp 70 Meter lang, gut 52 Meter hoch. Ein stolzer Anblick, dessen Achterdeck sich 15 Meter über dem Meeresspiegel befand. Die Segelfläche betrug annähernd 1.300 Quadratmeter.
Als die Galeone fertiggestellt war, wurde ein Stabilitätstest durchgeführt. Dazu rannten einfach 30 Seeleute einige Male von einer zur anderen Seite. Das gesamte Schiff schwankte dabei so stark, dass man sich zum Abbruch des Testes entschied. Ratlose Gesichter…..
Obwohl das Problem im Hinterkopf steckte, ließ der Kapitän die Galeone auslaufen. Vier Segel wurden gesetzt und Salut geschossen. Nach nur wenigen Metern nahm die Galeone eine unnatürliche Schräglage ein.
Dann passierte es. Eine sehr starke Windböe ließ die Galeone kentern. Dabei starben 30, vielleicht sogar 50 Mann.
Die Jungfernfahrt dauerte nicht mal eine halbe Stunde. Die zurückgelegte Strecke lag sogar noch unter einer Seemeile.
Ein Gerichtsprozess wurde ins Rollen gebracht. Schuldige bei den Schiffsbaumeistern gab es nicht. Den Kapitän traf auch keine Schuld. Segelmeister, Leutnante, Wertaufseher, diverse Kaufleute und viele andere wurden befragt…
Für das Kentern der Galeone war allein der König selbst Schuld. Durch seinen Befehl, die Bewaffnungen zu modifizieren, ohne dabei die erforderlichen baulichen Anpassungen zu beachten.
Die Topplastigkeit und die zu geringe Breite des Rumpfes waren demnach die Ursache des Kenterns.
Der Prozess führte zu keinem Urteil. In den Tod für den König…..
Stimmt es....oder nur wieder Blödsinn ?
Gruß
HammerheadShark



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